Scorpions Family Fanclub Treffen Bamberg 18.06 – 20.06.2004
oder wie man Tage ohne Scorpions Konzert totschlägt...


Bis auf unsere Schweizer Yasi und Tansu reisten alle bereits am Freitag dem
18.06. in Bamberg an, einige mit dem Auto, der Großteil jedoch
mit der Bahn, teilweise gut bepackt, es sollte ja noch eine kleine Geburtstagsfeier geben. Das Hotel war nun allerdings der Meinung es müsste um 18 Uhr unsere gebuchten Zimmer weiterverkaufen, da wir noch nicht eingetroffen waren.
Daniel buchte dann kurzerhand alle unsere Zimmer auf seinen Namen um, es war
ja sicher, dass wir kommen würden, allerdings erst gegen 20:30 Uhr.

Uschi, Steffi und ich kamen fasst zeitgleich mit dem Zug an, und Christina sammelte uns mit dem Auto ein. Wir fuhren am Hotel vor und wurden gleich gefragt, ob es sich bei uns um die  “Benner Gruppe“ handeln würde... bayrisch ausgesprochen „Pennergruupen“...zum ersten mal große Heiterkeit an diesem Tag! Sachen nach oben schaffen uns bis auf die Raum Düsseldorf Truppe waren nun alle für den 18. angemeldeten Familyleute da.

Große Begrüßung und warten auf die anderen, die kamen kurze Zeit darauf.
Getränke wurden ausgeladen und die Feier vorbereitet... 21:30 Uhr...
Happy Birthday Daniel …
Alt wie ein Baum… sollst Du noch werden… alle fingen an, doch bald sang nur noch Toffi... der Rest von uns lag längst am Boden und hielt sich den Bauch. Eine schöne Feier ging gegen 24 Uhr zu Ende, die meisten machten sich auf ins Bett, schließlich wollte jeder für den morgigen Tag fit sein.

Treffen am Frühstückstisch um 9 Uhr, danach saß man noch ein bisschen gemütlich auf den Zimmern und 11 Uhr sollte es losgehen. Sybilla mit einer wundervollen Grippe ausgestattet trabte allerdings erst mal zurück ins Bett. Sie würde dann nachkommen.

Kaum hatten wir das Hotel verlassen drehte der Himmel den Wasserhahn auf, manche waren gerüstet, andere nicht... erster Halt ...Regenjacke kaufen... Andrea blau und Dany rot... dachte ich zumindest... nachdem das Superteil ausgepackt und angezogen war sah ich aus wie ein gesprengter Regenbogen! Na ja ... verloren gehen konnte ich mit dem Outfit jedenfalls nicht.

Nächster Halt Festivalgelände... technische Probleme, Einlass verschoben. Nun gut ... zwischenzeitlich kamen dann auch Tobi und seine Freunde mit dem Auto an. Also alle wieder zurück unterstellen am nächsten Imbiss und Einkaufsmöglichkeiten für „Getränke“. J Gegen 13:30 Uhr dann zurück zum Einlass, diesmal auf die andere Seite und warten. Stunde um Stunde verging... Einlass sollte nun um 15 Uhr sein. Dann Mikrofontest auf der Bühne, alle dachten die techn. Probleme wären behoben worden... weit gefehlt... mit kleinlauter Stimme teilte uns ein Herr mit, das Konzert würde ins „Wasser“ fallen und für die Musiker bestünde auf der Bühne Lebensgefahr. Entsetzen bei der ganzen Gruppe.

Das war es dann ... alle auf dem Weg zurück ins Hotel... das Grüppchen zerfiel und alle trudelten nach und nach wieder im Hotel ein.  Unterwegs kamen uns unsere noch fehlenden Schweizer Jungs entgegen, die nahmen wir dann gleich wieder mit zurück. Die Enttäuschung und auch Trauer standen allen ins Gesicht geschrieben. Wir zogen uns in einen kleinen Gruppenraum zurück, in dem wir dann Musik hörten... natürlich „Unbreakable“ und selbst Gitarre spielten und sangen. Da das Hotel sehr hellhörig war alles in minimaler Lautstärke L.

Wir beschlossen das Beste aus dem Tag zu machen und zogen in die Innenstadt, dort sollte das EM Spiel Live auf einer Großbildleinwand zu sehen sein. Als wir auf dem Platz ankamen fanden wir nur Din A4 Blätter in Klarsichthüllen... Wortlaut:“ Die Live Übertragung fällt wegen der schlechten Witterung aus!“ Vielleicht sollte man erwähnen das nun schon länger der Himmel blau war und die Sonne schien. Inzwischen schon zufrieden, sollte man irgendwo was zum Frust runterspülen finden blieben wir in einen Glas Bier Geschäft hängen... immerhin hatten die einen Fernseher rausgestellt. Ein Teil ging dann noch Essen und anschließend machten wir unsere jährliches Gruppenfoto auf der Brücke von Bamberg. Einer fehlte aber immer darauf. Christina und Toffi entschlossen sich anstatt den Scorpions nun Chris de Burgh  zuzuhören und seilten sich ab. Zwischenzeitlich ein Anruf von Tobi, er habe die Band getroffen, sie hätten gern gespielt es täte ihnen leid... muss es nicht Jungs... es war nicht Eure schuld.

Also wieder ins Hotel, dort beschlossen dann Andrea, Dirk, Daniel, Yasi, Tansu und ich... noch in irgendeinem Tanztempel unterzutauchen... Wegbeschreibung des Hotelwirtes in der Tasche ging die Reise los. Lt. Wegbeschreibung höchstens 20 Minuten... nun hatten wir 2 Kavaliere mit dabei und so brauchten wir eineinhalb Stunden. Erster Tanztempel... aua... bloß weg hier... Ölsardinen leben dagegen richtig komfortabel. Nächste Station... „Hörsaal“... na ja, überzeugt war niemand so richtig, aber wir setzten uns dort auf ein Sofa. Nach einer guten Stunde „feucht... fröhlichem“ Schweigen und noch deprimierender Musik beschlossen wir die Stätte der Quälerei zu verlassen. Ins Hotel zurück brauchen wir dann tatsächlich nur 20 Minuten... wir hatten unsere beiden Schweizer unterwegs verloren J.

Zurück im Hotel saßen wir dann noch bis weit in die Nacht auf einem der Zimmer und  versuchten zumindest irgendwie fröhlich zu sein... lustig war es auf jeden Fall.

Wieder morgendliches Treffen am Frühstückstisch und anschließend allgemeines deprimierendes verabschieden... so hatten wir uns das lange vorbereitete und so drauf gefreute Treffen nicht vorgestellt.

Noch ein paar Fotos und langsam löste sich die Gemeinschaft auf und zerstreute sich wieder in alle Winde. Andrea, Norbert, Sybilla und ich fuhren noch einmal nach Bamberg rein und liefen zum Dom. Danach noch etwas Essen am Bahnhof und dann trat auch ich die Heimfahrt nach Berlin an. Dieses Treffen würde wohl keiner so schnell vergessen.

                                                                             Dany Niemietz, 21.06.200