Wie geil war das denn!!!???
( S.F. Fanclub Ersatztreffen 09.-11.07.2004 in Mainz)

Einem absoluten Reinfall in Bamberg folgte ein perfektes Treffen und bis ins kleinste Detail durchplantes Festival.

Ich denke als aller erstes müssen wir uns bei den Veranstaltern des SWR3 Rheinland Pfalz Open Airs bedanken. Ein Vergleich mit Stuttgart ist sicherlich nicht zu hoch gegriffen.

Schon einen Tag früher in Mainz, konnte ich zusammen Sybilla und Dany die Bühne ansehen. Selbige machte gleich einen wesentlich besseren Eindruck als der Bühnenbauversuch in Bamberg, soweit ich das als Laie beurteilen kann. Erleichtert von dem Anblick haben wir drei dann einen sehr lustigen und gemütlich Abend in der Mainzer Altstadt verbracht. Sybilla hatte beim Sender zwei Karten für den Backstagebereich und die „Aftershow-Party“ gewonnen. (Nach eigener Aussage gewinnt sie immer nur Schraubenzieher.) Die zweite Karte schenkte sie freundlicherweise an Dany weiter.

Samstag Morgen begegnete uns gleich noch die gesamte Technikercrew des Festivals beim Frühstück im Hotel. Sonnenbrillenverspiegelt und nur mit Zigaretten und Kaffee im Bauch fuhren sie ab. Vermutlich hatten sie die Fertigstellung der Bühne etwas gefeiert. ;-) Ich hoffe sie hatten Spaß, denn die Bühne war perfekt. Laut Zeitungsbereicht wurden 68.000 Watt Musikleistung und 310.000 Watt Lichtleistung aufgeboten.

Irgendwie haben wir uns dann auch alle auf dem Gelände gefunden, welches anfangs noch relativ übersichtlich besucht war. Zum großen Erstaunen war auch Thorsten wieder mit dabei. Auch Tobi zeigte sich kurz. Zu diesem Zeitpunkt konnte noch keiner ahnen, das sich das Gelände bis 20:00 Uhr in eine 35.000 Besucher starke Megaparty verwandeln sollte.

Der Partystimmung konnten auch ganz vereinzelte Schauer keinen Abbruch tun. Auch wieder großes Lob an die Veranstalter, die erstens dafür sorgten, dass jeder der wollte ein regendichtes „Outfit“ erwerben konnte und zweitens durch den DJ alle Zuschauer ständig dazu aufforderte die Schirme zu schließen.

Doch nun zur Musik, wegen der wir ja schließlich alle nach Mainz gekommen waren. Das Vorprogramm wurde durch Musik vom Band sowie Ausschnitte aus dem SWR3 Open Air 2003 gestaltet.

Über die Bands im Vorprogramm konnte man sicherlich geteilter Meinung sein. Ich halte mich zurück, da es sich teilweise um „rockfremde“ Musik handelte und ich auch nicht alles verfolgt habe. Wir hatten uns unterdessen auf die Suche nach einer noch geöffneten Apotheke gemacht, um Ohropax zu besorgen. In den vorderen Reihen war es definitiv zu laut für Musik die nicht von den SCORPIONS ist. Außerdem hätte das kein Mensch 8 Stunden ausgehalten.

So verfolgten wir das Treiben aus den hinteren Reihen und hatten auch die Gelegenheit Alex vom Merchandising kennen zu lernen. Wir mussten uns ja auch alle noch mit dem neusten Shirts versorgen.

Als einer der Topacts war die Band Bosson angekündigt, welche durch softe Klänge und schnulzige Texte versuchte das Publikum zu erfreuen. Unglücklicherweise hatte es gerade begonnen zu regnen, was es dem Frontmann, nachdem er auf die Bühne gerutscht kam, nicht gerade leicht machte die Zuschauer in Fahrt zu bringen. Das eine oder andere Lied war sogar bekannt. In den Umbaupausen wurden immer wieder Interviews geführt, Verlosungen gemacht oder ein DJ sorgte mit Retortenmusik, quer durch alle Richtungen, für Unterhaltung.

Als nächstes wollte uns Jeanette einheizen. Natürlich hatte sie eine nicht gerade kleine Anhängerschaft dabei, wenngleich diese überwiegend im Teenageralter war. Sie legte sich dann auch mächtig ins Zeug und bot fast alle ihrer bekannten Hits. Die Band wirkte sehr frisch und spielte druckvoll. Toffi meinte, dass aus der Band ohne die Sängerin durchaus noch was werden könnte!!! Als sie dann auf dem Boden kniete und seltsam bekannte Bewegungen machte, hatte sie zumindest die männliche Hörerschaft auf ihrer Seite.

Dann trat das ein, was wir erhofft und vermutet hatten. Die ersten Reihen lichteten sich etwas. Die Kinder mussten heim. Wir nutzten die Gelegenheit, um etwas in die Richtung Bühne vorzusteigen. So langsam ging das große Drängeln los. Einige renitente Damen wollten sich doch tatsächlich noch an uns vorbei schieben, um näher bei Laith Al Deen zu sein. Wie sagte er doch im Interview so schön: „ Meine Fans denken immer an mich und schicken mir immer mal Unterwäsche zu. Meistens handelt es sich dabei jedoch um fleischfarbene Fallschirme.“

Jedenfalls bot er und seine Band eine tolle Show. Nun konnte sich auch von uns kaum noch einer zurück halten und es wurde laut mitgesungen. Schon interessant, wie sich Texte auch von Songs einbrennen, die man eigentlich nie hört. Wir hatten jedenfalls Spaß, wenngleich ich seinen Einsatz von Effekten und Verzerrern für die Stimme etwas übertrieben fand.

Dann folgte eine nicht enden wollende Umbaupause. Auf der Videowand erschien immer wieder das Unbreakable Cover. Der Adrenalinspiegel stieg. Mittlerweile hatten wir auch einen sehr guten Platz bekommen.

Endlich ging es los. „New-Generation“! So laut und druckvoll habe ich die Scorpions noch nie gehört. Man konnte die Energie fühlen. Sie hatten Lust und wir noch mehr. Die ersten Besucher verließen schon die ersten Reihen, wir taten unseren Teil dazu. Die Family und einige andere Besucher präsentierten sich außerordentlich textsicher und vor allem LAUT. Die Setlist bot keine großen Überraschungen. „We’ll Burn The Sky“ wurde leider nicht gespielt, dafür „Holiday“. Klaus Stimme war in Topform und sehr klar zu hören. „Deep And Dark“ donnerte los. Helena konnte endlich ihr Banner entrollen, welches sie schon für Bamberg gemacht hatte.

Auch an die Daheimgebliebenen wurde gedacht. Christina und Dany haben einige Liveschaltungen via Handy gemacht.

„Remember The Good Times“, jetzt war alles zu spät. Die ersten Reihen sprangen auf und nieder. Natürlich fehlten auch die bekannten und nicht immer gern gehörten Balladen nicht. Übliche Zugabe; bei „Rock You Like A Hurricane“ gaben alle noch mal richtig Gas. Ganz zum Schluß noch „When The Smoke Is Going Down“ als ungeplante Zugabe.

Dennis warf zum Abschluß noch das Banner auf die Bühne welches Klaus beim Hochhalten leider in Stücke riss.

Dann war alles wiedereinmal  viiiiel zu schnell vorbei.

Wir schauten uns alle an. WIE GEIL WAR DAS DENN!?

Leider mussten sich Andrea, Dirk und Helena gleich auf den Heimweg machen. Dennis und Benni haben sich auch zurückgezogen. Sybilla ging noch auf die „Aftershow-Party“ und Christina, Dany, Toffi und ich haben noch etwas das Mainzer Nachtleben genossen und noch einige Fans getroffen. Gegen 5 Uhr Morgens lagen auch wir dann alle in den „Federn“.

Was bleibt ist ein unvergessliches Erlebnis und ein bittersüßer Nachgeschmack wegen Bamberg und der langen Zeit bis zur „großen Hallentour“ durch Deutschland.

Vielen Dank an alle die da waren und dieses Konzert bereichert haben. Mit euch
fahr ich noch auf viele Konzerte.

Schade, dass nicht alle dabei sein konnten!

                                                                          Daniel Benner, 12.07.200