24.09.2002
Es standen mal wieder die Bundestagswahlen an. Im Vorfeld zur Wahl haben sich mehrere
deutsche Prominente für Gerhard Schröder und die SPD stark gemacht. Neben den Puhdys, 
Katja Ebstein, Esther Schweins und vielen mehr,  gehörte auch Klaus Meine dazu. Es ist ja kein 
Geheimnis, dass Klaus und Gerhard Schröder schon seit vielen Jahren gute Freunde sind. Nur 
bei den Scorpionsfans macht sich Klaus damit viele Feinde, wie man ja im Gästebuch auf der 
offiziellen Scorpionshomepage sehen konnte. Die Scorpions standen immer dazu keine politische 
Band zu sein und somit auch keine Politiker oder Parteien zu unterstützen. Daher konnten viele 
Fans nicht verstehen wie Klaus sich so für Schröder einsetzen konnte, obwohl dieser zusammen 
mit der SPD Deutschland so runtergewirtschaftet hat. Aber Klaus stand zu seiner Meinung.

Die SPD gewann auch mit Hilfe der Grünen die Bundestagswahl. Bei einer Wahlparty in Borchardt 
war auch Klaus Meine anwesend. Nachdem das Ergebnis feststand kletterte Klaus Meine auf einen 
Stuhl und sang „We Are The Champions“.
 

27.09.2002
Klaus Meine, Rudolf Schenker und Matthias Jabs gaben bei AOL ein Pressekonferenz zur Livingtour. 
Dabei erzählten sie wo sie überall spielen werden und dass es für jeden möglich sein wird die 
Livingtour im Internet mitzuverfolgen.  



30.09.2002 bis 08.11.2002
Die Scorpions waren 1988 die erste westliche Band die hinter den Eisernen Vorhang gegangen 
ist um in Russland zu spielen. Dadurch sind die Scorpions zu Pionieren der Rockmusik geworden. 
Nur durch ihr starkes Arrangement  war damals auch das große Moscow Music And Peace Festival 
möglich bei dem unter anderem auch Rockgrößen wie Bon Jovi, Ozzy Osbourne, Skid Row und
Mötley Crue spielten. Nach diesem Festival entstand auch der bisher erfolgreichste Scorpionssong 

„Wind Of Change“. In Deutschland wurde dieser Song die Hymne zur Wiedervereinigung.  Die Scorpions 
haben in Russland absoluten Kultstatus und daher traten sie vom 30.09.02 bis 08.11.02 eine große 
Russland Rocktour an. Hier die Tourdaten:

            30.09.2002       Ekaterinburg           
01.10.2002       Perm
04.10.2002       Irkutsk
06.10.2002       Vladivostok
09.10.2002       Novosibirsk
11.10.2002       Omsk
13.10.2002       Chelyabinsk
16.10.2002       Yaroslavl  
                            19.10.2002       Volgograd                            
20.10.2002       Nizhni Novgorod
22.10.2002       Ufa
26.10.2002       Rostov-on-Don  
27.10.2002       Kharkov
29.10.2002       Dnepropetrovsk
03.11.2002       Minsk
05.11.2002       Vilnius
            08.11.2002       Riga           

09.11.2002 Polen 
(Termin unter Vorbehalt, das wissen wir nicht  mehr so sicher)

Die Scorpions schafften es natürlich auch in Russland wieder die Hallen zum kochen zu bringen. 
Auch diesmal waren sie als musikalische Friedensbotschafter unterwegs. Die Scorps haben für 
die deutsch-russische Geschichte einen sehr großen Einfluss der noch weit über die Musik 
hinausreicht.  


Bei dieser Tour wagten sie es als erste Band überhaupt eine Tournee durch das komplette 
GUS-Territorium zu wagen. Das Gebiet ist so groß, dass selbst russische Bands keine Tournee 
durch das gesamte GUS-Gebiet unternehmen. Deshalb reisten die Scorpions in Ihrem eigenen 
Privatjet. Das Gebiet umfasst mehrere verschiedene Zeitzonen. Es gab auch ein Konzert aus Ufa, 
dem Ort aus dem die Kinder stammen die über dem Bodensee verunglückt sind. Die Band wurde 
vom russischen Internetanbieter ROL begleitet, damit die komplette Tournee im Internet verfolgt 
werden konnte. Dadurch hatte jeder die Chance die Band tagsüber, während und nach den Konzerten 
zu erleben. Nur in UFA blieben die Übertragungskameras ausgeschaltet. Die Scorpions hatten selbst 
ein komisches Gefühl dort zu spielen, weil sie nicht wussten wie sie sich den Menschen dort 
gegenüber verhalten sollten. Sie wollten keine Beileidsbekundungen machen, aber auch nicht 
so tun als ob nie etwas passiert wäre. Aber durch das Konzert konnten die Jungs einen sehr 
positiven Einfluss auf die Menschen ausüben. 

Neben den Konzerten machten die Scorpions auch viele Besichtigungen und Unternehmungen. 
Einmal waren sie zum Beispiel in einer Deutschklasse und haben mit den Schülern gemeinsam 
gesungen, oder haben einen Soldatenfriedhof besucht und dort zum Gedenken an die Gefallenen 
eine Kranz niedergelegt.

Die Strecken die nicht mit dem Privatjet bewältigt werden konnten, mussten mit der berühmten 
Transsibirischen Eisenbahn zurückgelegt werden. Für die Band war dies auch ein ganz neues Erlebnis, 
da sie diese berühmte Eisenbahn wie die meisten deutschen nur vom Hörensagen konnte. Sie haben 
dafür den Zarenwagon gemietet. Darin konnte man die Sitzbänke zu Betten umfunktionieren. Was sehr 
sinnvoll war, weil auch Nachtfahrten auf dem Programm standen.

Nur mit Vorgruppen sah es auf dieser Tour schlecht aus. Die Scorpions konnten keine Supportband 
finden die Lust hatte diese anstrengende Tour durch die verschiedenen Zeitzonen mitzumachen. Daher 
haben sie sich etwas ganz besonderes überlegt. Sie ließen als Opening russische Schönheiten auftreten 
die bei „Queen Of Rocks Wahl“ mitmachen durften. Die Fans in der Halle entschieden dann jeden Abend 
über eine Gewinnerin. Die Gewinnerin aus jedem Konzert kam dann in Finale. Bei letzten Konzert dieser 
Tournee wurde dann die Queen Of Rock gekürt. Diese hat dann das Privileg im nächsten Scorpionsvideo
mitzuspielen.

Die Setlist dieser Tournee sah folgendermaßen aus:

      Coming Home
      Bad Boys Running Wild
      The Zoo
      We’ll Burn The Sky (oder In Trance)  
      Tease Me Please Me
      Coast To Coast
      Always Somewhere
      Holiday
      You & I
      No One Like You
      Big City Nights
      Dynamite (mit Drum Solo)
      Blackout
      Wind Of Change
      Still Loving You
      Rock You Like A Hurricane
     
When The Smoke Is Going Down  

Als Opening der Shows war der Anfang von Hurricane 2000 mit Orchester zu hören. Als dann die 
Scorpions angekündigt wurden rannten sie heraus und fingen gleich mit Coming Home an. Viele 
der Konzerte konnten Live im Internet verfolgt werden. Dadurch war es für jeden auf der Welt möglich 
bei den Liveshows der Scorps dabei zu sein.

10.10.2002
Während der Tour durch Russland ist auch eine neue Scorpions DVD erschienen die den Titel 
„A Savage Crazy World“ trägt erschienen. Leider ist sie nur in Nordamerika erschienen und konnte 
in Deutschland nur als US-Import im Ausland bes
tellt werden. Im Endeffekt ist die DVD aber nur eine 
Zusammenstellung aus den bisher erschienen Videos „To Russia With Love And Other 
Savage Amusements“, „First Sting“ und „Crazy World Live In Berlin“. Als Special sind 
aber noch ein paar Bonusmusikvideos zu sehen, z.B.: Alien Nation und Holiday.


 

12.11.2002  
Klaus Meine und Rudolf Schenker waren um 17:15 Uhr Gast bei der Sendung „Maischberger“ auf NTV.
Das war nur der Beginn einer längeren Interviewserie der Scorpions in dieser Zeit. Hauptschwerpunkt 
dieses Interviews war natürlich die Russlandtour. Die Scorpions sprachen wieder über die starke 
Beziehung die sie zu Russland haben und die Geschichte von 88 wurde natürlich auch noch mal 
angesprochen. Ihr größter Hit „Wind Of Change“ entstand damals auf ihrer ersten Russlandtour. 
Darüber wurde auch noch gesprochen. Was die Fans aber wesentlich mehr interessiert hat war 
natürlich die Frage wie es mit den Scorpions weitergeht. Rudolf kündigte an, dass sie nächstes 
Jahr erst einmal wieder eine Co-Headliner Tour durch die USA zusammen mit Whitesnake machen. 
Opener wird die Altmetalband Dokken sein. Anschließend soll es dann ist Studio gehen und die 
Arbeit für die neue CD soll beginnen.  

19.11.2002  
Im Gästebuch der Offiziellen Scorpionshomepage eskalierten die Geschehnisse mal wieder. Viele 
Fans waren sauer, weil sich Klaus Meine so wahnsinnig für Gerhard Schröder und die Politik der 
SPD stark gemacht hat. Die Scorpions sagten immer keine politische Band zu sein und viele Fans 
hatten jetzt deshalb das Gefühl die Scorpions würden sich verkaufen. Außerdem ärgerten sich die 
Fans darüber, dass nicht genug Konzerte in Deutschland gespielt werden und die Veröffentlichung 
des neuen Albums wie Kaugummi hinzieht.

Endlich äußerten die Scorpions sich dann auch mal zu den Vorwürfen und schrieben einen Brief 
für die offizielle Homepage. Darin beteuerten sie nach wie vor keine politische Band zu sein und 
deshalb auch keine Politik unterstützen. Klaus Meines private Freundschaft zu Gerhard Schröder 
soll aber seine Sache bleiben. Sie sagten weiter auch, dass Rock  n’ Roll immer noch ihr Leben 
sei und sich das nie ändern wird. Diese Nachricht beruhigte die Fans aber nicht wirklich da sie nicht 
auf die Konzertsituation in Deutschland und auch nicht auf die Veröffentlichung ihres neuen Albums 
eingegangen sind.  


23.11.2002
Um 22:20 Uhr waren Klaus Meine und Rudolf Schenker bei der Sendung „Menschen der Woche“ mit 
Frank Elstner im SWR zu Gast. Die Gesprächsthemen waren nicht sonderlich interessant, weil die 
gleichen Themen zuvor schon bei Maischberger diskutiert wurden. Frank Elstner interessierte sich 
eigentlich auch nur für den Song Wind Of Change. Und die Geschichte über diesen Song wurde ja 
schließlich schon unendlich oft diskutiert. Die Scorpions schienen darüber auch nicht s
onderlich
begeistert zu sein. Das merkte man daran, dass Frank Elstner noch eine Überraschung für sie parat
hatte. Das meinte er jedenfalls. Die Scorpions schauten dann auf eine Leinwand und dort lief das
Video von Wind Of Change. Sie schienen davon aber nicht sonderlich beeindruckt zu sein. Am Ende
wurde noch kurz die kommende US-Tournee angesprochen und das hinterher die neue Scorpions CD
erscheinen soll. Klaus Meine sprach noch über seine Freundschaft zu Gerhard Schröder.
 

27.11.2002

Nach der Russlandtour kamen für die Scorpions, besonders für Klaus Meine, weniger rosige Zeiten.
Herzog verklagte nämlich Klaus Meine mit der Behauptung, er hätte die Expohymne „Moment Of Glory
komponiert“. Bei der Gerichtverhandlung kam heraus, dass Klaus Meine keine Noten lesen kann. Was
aber in der Rockmusik ja nichts einzigartiges ist. Da ja die wenigsten Rocker Noten lesen können. Das
machte aber die Beweislage sehr schwierig. Es wurde der Musikprofessor Markus Becker von der
Musikhochschule Hannover eingeladen und Meine musste ihm sagen wie die Melodie der Hymne zu
spielen ist. Klaus sagte, dass er die Melodie komponiert habe und Herzog nur eine Überarbeitung
vorgenommen hat. Aber Herzog behauptete dass er aus der Melodie was ganz neues gemacht hätte
und sie dadurch sogar verbessert habe. Die Expohymne hat sich sehr gut verkauft und daher wollte
Herzog eben auch ein Stück vom Kuchen haben. Das Gericht konnte an diesem Tag aber noch keine
Entscheidung fällen und vertagte sich deshalb.


 


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